Über den Trauerfall (2)
Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Jens Zuschke, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.
Mein Brief an dich...
01.01.2026 um 20:44 Uhr von YvonneMein lieber Jens,
zwei Jahre und drei Monate waren wir ein Wir.
Und eineinhalb Jahre davon waren wir verlobt.
Wir hatten noch so viele Pläne,
so viele Träume,
so viele gemeinsame Wege vor uns.
Du warst mein Zuhause.
Mein sicherer Ort.
Mein Lachen an schweren Tagen
und meine Ruhe, wenn die Welt zu laut war.
Mit dir war nichts gewöhnlich –
und genau das habe ich so geliebt.
Deine Ideen.
Deinen Humor.
Dein großes Herz.
Vor allem dein Herz für Tiere, für das Leben, für alles Echte.
Ich sehe dich noch vor mir,
wie du voller Begeisterung erzählst,
wie du kochst, bastelst, suchst, träumst.
Wie du lachst – dieses Lachen,
das man nicht vergisst.
Du hast mir gezeigt,
dass Liebe nicht perfekt sein muss,
sondern ehrlich.
Dass man sich nicht verbiegen muss,
sondern so sein darf, wie man ist.
Es tut weh, dich gehen zu lassen.
Unfassbar weh.
Aber ich bin dankbar für jede Minute mit dir.
Für jede Erinnerung.
Für jedes „Weißt du noch“.
Du fehlst mir.
Du wirst mir immer fehlen.
Aber du bist nicht weg.
Du bist in mir.
In meinem Herzen.
Für immer.
Ich liebe dich.
Deine Yvonne
Trauerede für meinen geliebten Schatz
01.01.2026 um 20:23 Uhr von YvonneTrauerrede für Jens Zuschke
Liebe Familie,
liebe Freunde,
liebe Wegbegleiter von Jens,
wir sind heute hier zusammengekommen, um Abschied zu nehmen von Jens Zuschke.
Geboren am 14. Dezember 1976 in Eisleben, aufgewachsen in Augsdorf –
und viel zu früh aus diesem Leben gegangen.
Abschied zu nehmen tut weh.
Und manchmal fehlen einem einfach die richtigen Worte.
Aber Jens war jemand, bei dem Schweigen nie leer war –
und Worte oft ein Lächeln mitbrachten.
Jens war außergewöhnlich.
Nicht laut im Sinne von aufdringlich –
sondern laut im Herzen, im Lachen, im Sein.
Ein Mensch mit Fantasie, Kreativität und einer tiefen Liebe zur Natur und zu allem, was lebt.
An seiner Seite war Yvonne.
Seit zwei Jahren und drei Monaten gingen sie gemeinsam durchs Leben,
seit eineinhalb Jahren waren sie verlobt.
Sie war seine Partnerin, sein Zuhause,
sein Halt – und seine Zukunft.
Jens hatte viele Talente.
Er lernte Kfz-Lackierer, arbeitete mit seinem Vater zusammen beim Schlachten –
und entschied sich später bewusst dagegen, Tiere zu töten.
Das sagt viel über ihn.
Denn Jens hatte ein riesengroßes Herz für Tiere.
Ob Hund, Katze, Igel oder Reh – für ihn war jedes Lebewesen wertvoll.
Er träumte davon, eine Tiertafel oder eine Tierpension zu gründen,
einen Ort, an dem Tiere sicher sein dürfen.
Einen Ort, der so warm gewesen wäre wie sein Herz.
Zuletzt arbeitete Jens als Ladenbauer bei New Yorker –
eine Arbeit, die ihm wirklich Freude gemacht hat.
Und Freude war etwas, das Jens brauchte, suchte und auch verschenkte.
Er war ein kreativer Kopf.
Aus Naturmaterialien baute er Futterstationen, band Blumensträuße,
schuf Dinge, die nicht perfekt sein mussten –
aber ehrlich, liebevoll und einzigartig.
Musik spielte eine große Rolle in seinem Leben.
Er liebte Peter Maffay genauso wie die Böhsen Onkelz,
besuchte Konzerte, fühlte die Musik –
und lebte sie auf seine ganz eigene Weise.
Und dann war da Jens, der leidenschaftliche Koch.
Er zauberte exotische Gerichte,
bei denen man oft schon beim Anblick dachte:
Wow.
Das Auge aß bei ihm definitiv mit –
und manchmal war man sich nicht sicher,
ob man es wirklich essen oder lieber bestaunen sollte.
Wer Jens kannte, kennt auch diese Bilder:
Er mit dem Metalldetektor, unterwegs durch Wälder, Wiesen und Äcker –
immer auf Schatzsuche.
An seiner Seite seine Hunde Melodie und Benson
und seine Partnerin Yvonne.
Es ging dabei nie nur um das Finden von Dingen,
sondern um das Unterwegssein, das Leben, das Entdecken.
Jens war ein Komiker mit Herz.
Er brachte Menschen zum Lachen –
nicht verletzend, sondern verbindend.
Er hätte auf die Bühne gehört.
Viele von uns haben durch ihn gelacht,
auch an Tagen, an denen es eigentlich schwer war.
Sein Zuhause spiegelte seine Seele wider.
Extravagant. Besonders.
Er wollte unter dem Sternenhimmel einschlafen
und ließ sein Schlafzimmer wie das Weltall airbrushen.
Typisch Jens – warum normal, wenn es auch himmlisch geht?
Er liebte Autos, besonders Chrysler,
war früher im BMW-Club,
hatte viele Freunde und war gern unter Menschen.
Er liebte das Leben –
und ja, er liebte auch Süßigkeiten.
Sehr sogar.
Jens war Vater.
Er hatte eine Tochter,
und ein Teil von ihm lebt in ihr weiter –
in Gedanken, in Erinnerungen, im Herzen.
Er hatte Menschen, die ihm wichtig waren.
Seine Freundin Chrissy,
die ihm sehr nahestand
und heute leider nicht bei uns sein kann.
Und Paddy,
ein enger Freund,
der bereits vor ihm gegangen ist.
Und es gibt Freunde, die bleiben.
Die an seiner Seite standen
und ihn niemals vergessen werden:
Franzi und Michell.
Seine Mutter, Eva-Maria Schreiber,
kann heute aus gesundheitlichen Gründen nicht hier sein.
Aber ihre Liebe zu Jens ist da.
Und sie begleitet ihn –
so wie wir alle ihn heute begleiten.
Jens war nicht perfekt.
Aber er war echt.
Warmherzig. Kreativ. Humorvoll.
Ein Mensch, den man nicht vergisst.
Heute schmerzt der Abschied.
Und dieser Schmerz zeigt, wie sehr er geliebt wurde.
Lieber Jens,
du fehlst.
Du bringst uns noch immer zum Lächeln.
Und irgendwo – da bist du jetzt vielleicht wieder auf Schatzsuche,
unter einem echten Sternenhimmel.
Du bleibst.
Ruhe in Frieden.
Unser geliebter Sir Jensen