Gedenkhalle

DREI LITER TOD

Juliane Uhl

 

Der Tod! Mal ganz offen gesprochen …

Nach der Lektüre des neuen Buches DREI LITER TOD – Mein Leben im Krematorium ist es kein Problem mehr, mal ganz entspannt über den Tod nachzudenken.

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Der Tod ist aber auch ein grausiges Thema. Wahlweise assoziiert man es mit gruseligen Leichen oder der ungeliebten eigenen Vergänglichkeit. Eigentlich will keiner so richtig darüber reden. Doch wenn das Gespräch darauf kommt, hat jeder etwas zu erzählen. Der Tod ist überall, wir werden alle sterben.

In Film und Fernsehen sind täglich Tote zu sehen, in Büchern werden Menschen ermordet und Computerhelden erschießen sich gegenseitig. Überall sieht man tote Menschen, aber der richtige, der echte Tod, der uns erwartet, den nehmen wir nicht wahr. Das Thema vermeiden wir lieber, darüber spricht man nicht.

Juliane Uhl sieht das anders und schaut ganz genau hin. Die Soziologin arbeitet in einem Krematorium in Halle. Sie  hat mehr Tote um sich, als jeder Bestatter. In ihrem Buch DREI LITER TOD – Mein Leben im Krematorium beschreibt sie, was tot sein in Deutschland eigentlich bedeutet. Ihre Erfahrungen sind spannend, informativ, sehr emotional und manchmal auch witzig. Selten hat jemand so lebendig und klar über den Tod geschrieben. Das Buch ist keine Hilfe für Menschen, die gerade trauern. In seiner Klarheit, der sehr konkreten Wortwahl und den Bildern, die im Kopf entstehen, ist es der Eisbrecher für das Tabuthema Tod. Es macht Spaß, dieses Buch zu lesen, es ergreift den Leser und nimmt ihn mit. „DREI LITER TOD sollte nie ein Fachbuch werden, sondern eine Geschichte vom Tod, die unterhält“, sagt die junge Autorin, die mit ihrem Mann und zwei Kindern in Halle (Saale) lebt.

DREI LITER TOD ist ein unterhaltsames und fesselndes Buch über das Lebensende. Und es ist das, was der verstorbene US-amerikanische Professor Randy Pausch einen HEAD FAKE nennt, eine mentale Täuschung: Denn eigentlich geht es in DREI LITER TOD vor allem um eines, um das Leben.

Abschied von Selina

Miranda Rathmann

 

Buchbeschreibung:

Wie ist es eine Sternenmama zu sein? Was denkt und fühlt man, wenn man sein Kind verliert?
Ich bin 12-fache Sternenmama - ich weiß es.
Sternenkinder gibt es in jeder Gesellschaftsschicht und in jeder Altersgruppe.
Jeder kann zum Betroffenen werden. Und jeder Nicht-Betroffene steht dem
ganzen hilflos gegenüber.
Meine Gedichte beschreiben, was in uns betroffenen Müttern vorgeht,
wie wir uns fühlen, was wir denken.
Mit meinem Buch möchte ich betroffene Eltern, aber auch deren soziales Umfeld
wie Familie, Freunde, Kollegen usw. ansprechen.
Durch mein Buch kann zwischen ihnen eine Basis zum Gespräch geschaffen werden,
in dem Raum für die Trauer und den Schmerz ist.

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Ein Kind zu verlieren, hinterlässt einen Schmerz in uns, der wohl niemals mehr ganz vergeht.

Vergessen jedoch sind diese Sternenkinder nie. Sie leben in uns weiter, sind ein Teil von uns, allgegenwärtig da.

Wir, die hier mit diesem schweren Verlust weiterleben müssen, fühlen uns oft allein und unverstanden mit unserem Schmerz. Wir sind neidisch und eifersüchtig auf all die anderen Menschen, die diesen Kummer nie kennen lernen mussten, die glücklich mit ihrem Kind, ihren Kindern zusammen leben.

Wir durchlaufen in unserer Trauer fünf Phasen, um sie zu verarbeiten. Zuerst wollen wir nicht wahrhaben, was passiert ist, wir leugnen es, verdrängen es. Danach kommt die Wut, der Zorn, die Angst. Wir werden ruhelos, finden keinen Schlaf, suchen nach den Gründen bzw. nach einem Schuldigen. In der dritten Phase handeln wir, z.B. bieten wir Gott unser Leben für das unseres Kindes an. Nun erst folgt die eigentliche Trauer, oftmals verbunden mit tiefen Depressionen. Und zum Schluss folgt das Loslassen, das Akzeptieren des Unvermeidlichen.

Mit diesen Gedichten und Kurzgeschichten habe ich meine Trauer über meine verlorenen Kinder verarbeitet.